Zweite Ausgabe der Schüler:innenzeitung «denkmalgeschützt»

Heute wurde die zweite Ausgabe der neuen Schüler:innenzeitung der HoPro präsentiert und vor der Mediothek verkauft. Die Ausgabe versammelt wiederum eine bunte Auswahl von lesenswerten Artikeln aus der Feder der Schüler:innen und Schüler.

Schüler:innen, die gerne, gut und freiwillig schreiben, sind in der heutigen Zeit, in der das Texten leider zu oft, zu schnell an die einschlägigen KI-Tools delegiert wird, rar. Aber es gibt sie. Und sie haben schon zwei Ausgaben der Schüler:innen-Zeitung «denkmalgeschützt» herausgegeben und vor der Mediothek verkauft, «ausverkauft».

Während in früheren Zeiten HoPro-Schülerzeitungen meist auf die Initiative von einzelnen Schüler:innen zurückgingen, ist die aktuelle Schüler:innen-Zeitung im Rahmen des Freifachs «Journalistisches Schreiben» (unter der Leitung der Deutschlehrerin Evelyn Klöti) entstanden. Dort treffen sich Gleichgesinnte von der ersten bis zur sechsten Klasse, um zu schreiben und sich Rückmeldungen auf ihre Texte zu Themen aller Art zu geben. Nicht selten wird über Formulierungen, sogar einzelne Adjektive, lustvoll gestritten. Einmal pro Semester findet eine Exkursion in ein Medienhaus statt. In traditionsreichen Redaktionszimmern sitzend, erfahren die Schüler:innen von Journalist:innen, wie spannend und wichtig dieser Beruf ist, aber auch wie prekär, da sich auch die Medienlandschaft rasant verändert.

Zurück ins Schulzimmer, wo sich die Welt etwas weniger schnell dreht. Die Ressorts der Schüler:innen-Zeitung wurden hingegen schnell gefunden: Innenwelt, Aussenwelt, Kultur, PPP (in Anlehnung an das Fach «Philosophie, Pädagogik und Psychologie», das es an der HoPro (noch?) nicht gibt.), Comic (von Louise James, 6e) und eine Bühne für Vladimir (Mrdak, 6a). Das freche Layout (wurde) auch (schnell gefunden). Philomena Caflisch (6a) hat sich das komplizierte Graphik-Programm InDesign selber beigebracht und grosse Komplimente von den Profis bei Feldner Druck bekommen. (Die Anspielung auf die Reclam-Büchlein ist übrigens nicht auf dem Mist der Deutschlehrerin gewachsen, hat diese jedoch gefreut...). Schwieriger war es, die meist auf den letzten Drücker eingereichten Texte sorgfältig und termingerecht zu lektorieren. Marco von Wyss (6a) – eigentlich der Chefredaktor – hat auch im Lektorat grossartige Arbeit geleistet.

Kunterbuntes gibt es zu lesen: Buchempfehlungen, denn Schreiber:innen sind auch Leser:innen; Theaterrezensionen, denn gefühlt die Hälfte der Redaktion steht auch auf der HoPro-Schultheater-Bühne; Essays und Berichte über schulinterne «Events» wie beispielsweise die ZAP (Erinnerungen an die Gymiprüfung) oder über Menschen an der HoPro.

Warum «denkmalgeschützt»? Klar, wir «leben» in einem denkmalgeschützten Haus, dem schönsten Gymnasium im ganzen Kanton, aber man kann das Wort auch anders lesen, weswegen es andere Titelvorschläge wie «Hot(s)pot» auch ausgestochen hat, nämlich: «Denk mal (nach)» - in einem geschützten Rahmen. Das bringt unser tägliches Tun – «überspitzt gesagt» (noch ein toller Alternativtitel!) – an der Schule auf den Punkt.

Die erste Ausgabe ist ausverkauft, von der zweiten gibt es noch wenige Exemplare und der dritte Streich «denkmalgeschützt auf Reisen» folgt sogleich, sofern die Deadline nach der Bündelwoche, in der viele Klassen auf Reisen sind, eingehalten wird und die Finanzierung gesichert ist. Apropos Finanzen: Wir suchen noch jemanden, der Inserate einholt, und freuen uns über Leserbriefe: denkmalgeschuetzt@kshp.ch.

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