Lateinexkursion nach Rom

Schüler:innen der Klasse 5a reisten zusammen mit den Lateinlehrpersonen Beatrice Gerber und Simon Küpfer nach Rom und besuchten die beeindruckenden Stätten der Ewigen Stadt. Vier Teilnehmende berichten.

«Am Montag machten wir uns früh auf den Weg in den Vatikan. Unsere Klasse teilte sich in Grüppchen auf, in denen wir Zeit hatten, die zahlreichen Werke der Vatikanischen Museen zu bewundern. Als erstes begegnete meine Gruppe der ägyptischen Sammlung mit vielen tierköpfigen Statuen, Sarkophagen und sogar einer Mumie. Im griechischen und römischen Teil sah man ebenfalls unzählige Statuen, hier aber in Form von Gottheiten oder Herrschern wie Augustus. Besonders umwerfend fand ich die vielen Decken- und Wandmalereien. Vor allem die «Schule von Athen» von Raphael, welche die bedeutendsten antiken Philosophen abbildet.
In der Sixtinischen Kapelle durften wir leider keine Fotos machen. Zu gerne hätte ich ein Bild der Decke gemacht, über die sich unter anderem das Bild «Die Erschaffung Adams» erstreckt. Beim Petersdom begegneten wir leider einer langen Warteschlange. Eine Gruppe entschied sich aber trotzdem anzustehen, was sich lohnte.» (Eliane Zimmerlin, 5a)

«Eines der wohl eindrücklichsten Bauwerke der Römer ist die Via Appia. Ganze 540 Kilometer lang erstreckt sich die Strasse von Rom bis nach Brindisi im Süden Italiens. Und wir befuhren sie auf gemieteten (mittelmässigen) Mountainbikes. Zuerst befassten wir uns aber noch mit Toten. Wir besichtigten die Katakomben von San Sebastian. Diese sind ein auf drei Stockwerken angelegtes, christliches Massengrab. Der heilige Sebastian soll hier ruhen. In der Nähe befindet sich das Mausoleum der Caecilia Metella, Spross der damals einflussreichsten Familien Roms. Ein sehr imposanter Rundbau mit seinen elf Metern Höhe. Dann kam die für mich sehr anstrengende Fahrradtour. Die Strasse war mit grossen, unebenen Steinen gepflastert und stand teilweise unter Wasser. Nach einem Gruppenfoto auf einer Wiese fuhren wir dann zurück. Sitzen konnte ich danach nicht mehr wirklich, unterhaltsam war es trotzdem.» (Marco von Wyss, 5a)

«In der Galleria Borghese, die wir am dritten Tag besucht haben, befindet sich eine sehr umfangreiche Sammlung an Kunstwerken, die der Kardinal Scipione Borghese begonnen hat. Eindrückliche Gemälde und Statuen reihen sie sich darin aneinander, jedes imposanter als das letzte. Unter anderem auch einige Skulpturen von Gian Lorenzo Bernini. Von diesen standen zwei im Mittelpunkt: Der Raub von Persephone durch Hades und der Raubversuch von Daphne durch Apollo. Sie sind wahrscheinlich die berühmtesten Kunstwerke des Künstlers Bernini. Schon am Griff, mit dem die Männer ihre Opfer festhalten, merkt man, wie der Künstler die Situation bewertet hat: Beide Hände von Hades graben sich in Persephones Körper, während eine leichte Hand auf Daphnes Torso liegt. Bernini sieht die zwei Vergewaltigungsversuche ganz anders. Je näher man die Kunstwerke im Museum betrachtete, desto mehr verfiel man in Ehrfurcht vor den Künstler:innen. Die Gallerie war definitiv das Erlebnis, bei dem mein Mund am längsten offenstand.» (Philomena Caflisch, 5a)

«Unser Besuch im Forum Romanum war ein besonderes Erlebnis unserer Romreise, denn es war das politische, wirtschaftliche und religiöse Zentrum des Reiches, wo wichtige Versammlungen und Reden stattfanden. Es gab dort Märkte, Tempel, Triumphbögen und noch mehr. Vor Ort erhielten wir den Auftrag, in Gruppen zu je einem Monument einen kleinen Vortrag zu erstellen. So hatten wir die Möglichkeit, die wichtigsten Informationen gleich mit dem echten Ort zu verbinden. Besonders beeindruckend war die Tatsache, dass genau hier auch einmal Cicero, Caesar und andere standen und Reden hielten. Nach der Führung im Gelände entdeckten wir einen etwas versteckten Platz innerhalb des Forums, von dem man einen guten Blick auf das gesamte Kolosseum hat. Abschliessend bestand die Möglichkeit, den Palatinhügel zu besteigen und das gesamte Forum Romanum von oben zu betrachten. Diese Perspektive bot einen eindrücklichen Überblick über die antiken Ruinen.» (Louise Barnezet, 5a)

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