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Übersichtskarte Hohe Promenade

 

Leitbild

Verabschiedet von Konvent (17.6.97) und Aufsichtskommission (25.8.97)

Die Leitbild-Broschüre herunterladen (PDF).

Wer sind wir?


Das Gymnasium Hohe Promenade ist eine kantonale Mittelschule mit alt- und neusprachlichem Profil. Der Bildungsgang umfasst neben dem sprachlich-historischen Schwerpunkt eine fundierte Ausbildung in Mathematik und Naturwissenschaften sowie Unterricht in den musischen Fächern und im Sport. Das Gymnasium Hohe Promenade schliesst an die 6. Klasse der Primarschule an und führt die Schülerinnen und Schüler in zwei Jahren Untergymnasium (1. und 2. Klasse) und vier Jahren Obergymnasium (3.–6. Klasse) zur eidgenössisch anerkannten Maturität und gewährleistet damit die prüfungsfreie Zulassung an alle schweizerischen Hochschulen. Unsere Schule hat eine lange Tradition. Schon von 1876 bis 1976 war sie als Gymnasium der Töchterschule der Stadt Zürich eine anspruchsvolle und selbstbewusste Stätte höherer Bildung. Durch die Kantonalisierung im Jahre 1976 entstand daraus das heutige Gymnasium Hohe Promenade. Unser im Spätjugendstil erbautes Schulhaus steht in parkähnlicher Umgebung in der Nähe des Sees und der wichtigsten Kulturinstitute der Stadt.

 

Was wollen wir?


Als traditionsbewusste und zukunftsorientierte Schule wollen wir in einer Atmosphäre der Offenheit und des Respekts im jungen Menschen Freude an neuen Einsichten und Erfahrungen wecken. Das Gymnasium soll ihm ermöglichen, vielfältige Denkmodelle kennenzulernen und anzuwenden, sich selber in einer schwierigen Phase der Persönlichkeitsentwicklung im Denken und Verhalten anderer zu spiegeln und so an eigener Festigkeit zu gewinnen. Mit unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit leisten wir einen Beitrag zur Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu selbständigen, verantwortungsbewussten Persönlichkeiten. Für uns gehört zur Bildung nicht nur Wissen, sondern auch die Fähigkeit und Bereitschaft, Verantwortung für sich und die Umwelt zu übernehmen und sich für Gerechtigkeit und Solidarität einzusetzen.

 

Was tun wir?

Unter den Leitbegriffen

  • Wissen und Verstehen
  • Lehren und Lernen
  • Gemeinschaft und Verantwortung
  • Kultur und Umwelt


formulieren wir die Grundsätze, mit denen wir die Ziele der Maturitätsbildung erreichen wollen.

 

Wissen und Verstehen


Der Erwerb von Wissen ist ein legitimes und zentrales Anliegen junger Menschen. Der vielseitige Fachunterricht bietet dem interessierten und lernwilligen Jugendlichen Zugang zu einem gut abgestützten Grundwissen. Das Fächerspektrum umfasst geisteswissenschaftliche, naturwissenschaftliche, musische Fächer und Sport. Die Schülerinnen und Schüler werden in ihren intellektuellen und emotionalen Anlagen gefördert; sie werden in die Geistesgeschichte der Menschheit und in die Gesetze der Natur eingeführt und mit den Folgerungen, welche die menschliche Vernunft daraus zieht, bekannt gemacht. Insbesondere achten wir darauf, dass das erworbene Wissen verstanden und auf neue Problemstellungen anwendbar ist. Der junge Mensch lernt, Zusammenhänge zu erkennen und auf dieser Grundlage ausgewogen zu urteilen. Eine ethische Grundhaltung soll ihm helfen, sein Wissen in verantwortungsvolles Tun umzusetzen. Eine Grundforderung des gymnasialen Unterrichts ist die hochsprachliche Kompetenz. Die Sprachförderung ist eine Aufgabe aller Fächer. Gymnasiasten müssen im mündlichen und schriftlichen Ausdruck die Fähigkeit erreichen, sich korrekt und differenziert zu äussern. Ebenso wird Wert darauf gelegt, dass die Schüler aktiv zuhören und auf Gesprächspartner eingehen.

 

Lehren und Lernen


Das Ziel der gymnasialen Bildung ist anspruchsvoll und fordert von allen Beteiligten einen systematischen und engagierten Einsatz. Wir bemühen uns, an unserer Schule ein Lernklima zu schaffen, das erfolgreiches Arbeiten ermöglicht. Wir haben klar definierte Lernziele. Es ist Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer, das schulische Fortkommen der Jugendlichen zu fördern, ihre Leistungen zu kontrollieren und zu bewerten. Es ist uns ein Anliegen, besonders begabte Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Die Lehrerinnen und Lehrer erachten die persönliche und fachliche Weiterbildung als Voraussetzung für eine zeitgemässe Schule. Der Einsatz von sach- und personengerechten Unterrichtsformen (z. B. Frontalunterricht, Einzel- und Gruppenarbeit, Werkstatt- und Planunterricht) regt die Schüler zu Eigentätigkeit an und verhilft ihnen zu Teamfähigkeit. Sie werden dabei auch angeleitet, ihre persönliche Lern- und Arbeitstechnik zu verbessern. Der klassenübergreifende Unterricht unseres Präferenzkurssystems gibt den Schülern im letzten Schuljahr die Gelegenheit, drei Fächer ihrer Wahl in neuen Lerngruppen zu vertiefen. Dadurch können sie nach Neigung, Begabung und voraussichtlicher Studien- bzw. Berufswahl im Unterrichtsprogramm individuelle Schwerpunkte setzen. Arbeitswochen, Exkursionen, Sportanlässe und Studienreisen ermöglichen neue Erfahrungen ausserhalb des gewohnten Rahmens. Schulleitung und Lehrer sind bereit, auch unkonventionelle Experimente zuzulassen, die innovative Prozesse auslösen können. Die Qualifikation der Lehrkräfte geschieht durch Schulleitung und Aufsichtskommission. Die Schüler werden in die Selbstevaluation der Schule miteinbezogen.

 

Gemeinschaft und Verantwortung


Soziale Kompetenz und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sind notwendig, um in der modernen Gesellschaft zu bestehen. Das Einüben und Reflektieren von sozialem Verhalten ist eine dauernde Aufgabe der Schule. Für das pädagogische Wirken bedeutet das: Wertschätzung jedes einzelnen Schülers, Förderung selbsttätigen Lernens, Mithilfe bei Konfliktbewältigung sowie das Einbringen der eigenen rationalen und emotionalen Qualitäten. Als Beitrag zur Prävention werden Probleme wie Suchtverhalten oder Aids zur Sprache gebracht. Wir bemühen uns, Krisensituationen zu erkennen, betroffene Schüler zu ermutigen und, soweit es in unserer Möglichkeit liegt, zu beraten. Wir erwarten von unseren Schülern, dass sie sich in die Gemeinschaft einordnen, demokratische Entscheide akzeptieren und mittragen und die Andersartigkeit der Mitmenschen respektieren. Die Pflege eines offenen Dialogs zwischen Eltern, Schulleitung, Lehrkörper, Schülern und Mitarbeitern sowie die Bereitschaft aller zur Zusammenarbeit sind Voraussetzung für die Erhaltung unseres guten Schulklimas. Die Schülerorganisation, der alle Schüler angehören, ist an Entscheidungsprozessen beteiligt. Sie organisiert ein breites Spektrum von kulturellen, gesellschaftlichen und sportlichen Anlässen. Auch Lehrerinnen und Lehrer wirken bei diesen Projekten mit, was viele Möglichkeiten des gemeinsamen Erlebens schafft.

 

Kultur und Umwelt


Die Kultur der industrialisierten Gesellschaft basiert auf Werten der abendländischen Tradition. Freiheit und Würde des Menschen sind für uns unantastbare Grundwerte einer demokratischen Gesellschaft. Die grösste Herausforderung der Zukunft ist unser Umgang mit einer Welt, deren Ressourcen beschränkt sind. Es ist Aufgabe der Schule, dem jungen Menschen den Ursprung und die Entwicklung unserer Kultur aufzuzeigen, ihm ein kritisches Geschichtsbewusstsein zu vermitteln und ihn nicht nur die Inhalte und Ergebnisse, sondern auch die Grenzen von Wissenschaft und Technik erkennen zu lassen. Der Zugang zu menschlichen Kulturleistungen eröffnet die Einsicht in politische Vorgänge und fördert die Ehrfurcht vor der Schöpfung. Kulturelle Kompetenzen werden an unserer Schule auf vielfältige Weise gefördert: Im Unterricht aller Fächer wird Gewicht gelegt auf die Kommunikation, eine Schlüsselfähigkeit des zivilisierten Menschen. Musik- und Zeichenunterricht, verschiedene Freifächer, kulturelle und sportliche Anlässe ermöglichen individuelle und gemeinsame künstlerische Betätigung.


Das Leitbild ist keine statische Vorgabe, sondern muss periodisch überprüft und nach Bedarf ergänzt oder neu formuliert werden. Um die Umsetzung in den Alltag zu unterstützen, können Lehrer und / oder Schüler jedes Jahr ein Schwerpunktthema wählen.