Der Geschichtsunterricht handelt von menschlichen Lebensformen und deren Wandel in Zeit und Raum.
Verstanden als politische Geschichte eröffnet er Zugang zu verschiedenen Auffassungen von Staat, Volk und Macht sowie deren gegenseitigem Verhältnis. Er vermittelt Einsichten in Entstehung, Verlauf und Ergebnisse von Konflikten. Dadurch liefert er Grundlagen zur Bildung eines selbständigen Urteils in politischen und gesellschaftlichen Belangen.
Verstanden als Wirtschafts- und Sozialgeschichte eröffnet er Einsichten in wirtschaftliche und soziale Entwicklungen in verschiedenen Epochen und Gesellschaften. Er hilft damit auch, die Veränderbarkeit der Entwicklungen, die Handlungsspielräume und deren Grenzen aufzuzeigen.
Verstanden als Kultur- und Mentalitätsgeschichte eröffnet er das Verständnis für die gewachsenen Grundlagen der eigenen Welt, in gleichem Masse aber auch für Kulturen, Lebensformen und Weltanschauungen, die durch ihre Andersartigkeit zunächst fremd und schwer zugänglich erscheinen.
Verstanden als historische Anthropologie eröffnet er durch die Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart ein möglichst breites Menschenbild.
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